Kleider machen Leute … krank? Warum Biotextilien?

    Warum Biotextilien? Machen Kleider Leute krank?

    Seit Adam und Eva mit dem Ahornblatt hat sich in Sachen Kleider Einiges getan. Heutzutage werden T-Shirt und Co.  als die wichtigste Nebensache der Welt bezeichnet. Immer wieder wirbeln Kreationen neue Trends nach hochwertigen Kleidern und Bedürfnisse auf, selbst im Bereich der Biotextilien.

    Chic, hype und augenscheinlich hochwertig sollen Hosen, Shirts und Kleider sein. Koste es, was es wolle. Leider ist nicht jeder hochwertige Trend auch wirklich gesund für Träger und Natur.

    Man kann über die Haute Couture und ihre Auswüchse bei hochwertigen Kleidern denken, wie man will. Selbst die teuersten Designerteile jenseits unserer klassischen Biotextilien sind vor giftigen Chemikalien nicht gefeit. Im Gegenteil.

    Gerade die glitzernden, ultra-dünnen Stoffe sind weder natürlich noch gesundheitlich unbedenklich.

    In Europa wurden einige der giftigsten Chemikalien wie Azofarbstoffe, Chlorverbindungen und Co. inzwischen verboten. In anderen Import-Ländern werden sie jedoch immer noch anstelle hochwertiger Verarbeitungsverfahren verwendet, um billige Kunstfaserkleider statt gesunde Biotextilien herzustellen.

    Leider sind auch die normalen Kleider in Kaufhäusern, Discountern und sogar hochwertige Markenware mit giftigen, gesundheitsschädlichen Substanzen durchtränkt, wie immer wieder auch im hochwertigen Preissektor nachgewiesen wird.

    Kleider aus Biotextilien sind trendy

    Dabei geht es auch anders. Natürliche Kleidung sieht trotzdem toll aus. Das beweisen neue Biotextilien und Ökomode-Label, die Wert auf nachhaltige Herstellung und gesunde Verarbeitung legen und z. B. Fairtrade einbeziehen. Auch Warenhäuser und bekannte Modefirmen bieten in ihrem Sortiment an Kleidern einen stetig wachsenden Anteil hochwertiger Biotextilien an. Das zeigt deutlich den positiven Trend und endlich ein Umdenken bei den Kunden zugunsten umwelt- und gesundheitsfreundlicher Produkte.

    Hochwertige Kleider sind heutzutage wesentlich mehr als natürlicher Schutz vor Witterung und Blicken.

    Früher zeigte man mit seiner Gewandung seinen Stand (arm oder reich) oder seinen Beruf (Handwerk, Gilde, Zunft) an. Zwar prahlen auch heute noch die Menschen mit angeblich hochwertigen (zumindest aber hochpreisigen) Marken.

    Doch wie viel besser ist es seinen erweiterten, erwachsenen Horizont mit gesunden, weil ökologischen Kleidern zu zeigen?

    Mit Biotextilien  kleiden wir uns gesund und tuen obendrein dem Planeten etwas Gutes, zumindest in Relation gesehen, während viele sog. hochwertige Marken nur die Profite der Markeninhaber vergrößern während der Konsument  u.U. dasselbe Endprodukt erhält, das im Kaufhaus nebenan „normale“ Ware ist.

    Welche Kleider liebt unsere Haut?

    Die Haut ist unser größtes Organ. Deshalb nehmen wir durch ihre natürlichen Prozesse Stoffe auch intensiv auf, die längere Zeit mit ihr in Verbindung bleiben. Diese Substanz übertragen nun einmal unsere Kleider. Besonders durch Körperwärme, Bewegung und Schwitzen gelangen die Inhaltsstoffe der Kleidung auf natürlichem Wege durch die Poren in den Körper. Es gibt z. B. hochwertige Cremes, die nur durch Auftragen auf die Haut den Körper auf gesunde Weise mit bestimmten Nähr- und Inhaltsstoffen versorgen, optimaler als durch Einnahme.

    Die Natur hält einige wundervolle Fasern für uns bereit, aus denen bei guter Verarbeitung sehr hochwertige Biotextilien entstehen.

    Alles, was aus der Natur kommt, ist für uns langfristig unbedenklich. Erst chemische, giftige Zusätze machen aus einer Naturfaser eine gesundheitlich bedenkliche Sache.

    Experimente mit Kleidern aus Kunstfaser

    1935 wurde in den USA aus Polyamidfasern die erste Faser für Kleider, Nylon, künstlich hergestellt. Seitdem entstand in Konkurrenz zu Biotextilien eine riesige Vielfalt an Kunstfasern. Sie werden überwiegend chemisch durch Veresterung und Verkettung aus beispielsweise Säuren hergestellt, ohne Rücksicht darauf, ob das gesund für die Arbeiter oder die späteren Träger ist.

    Das Ziel dabei ist immer, die hochwertigen Eigenschaften der Naturfasern nachzuahmen und die Haltbarkeit zu verbessern. Bei vielen Stoffen ist das auch gelungen. Besonders im Bereich der Industriestoffe und bei Gebrauchstextilien lassen sich Biotextilien teilweise erfolgreich ersetzen. Bekannte Beispiele sind Fallschirmseide, Mikrofasertücher und ähnlich wirkungsvolle sowie robuste Materialien.

    Bei der Mode wurde den Chemiefasern meist gesundheitliche Unbedenklichkeit bescheinigt. Einem Vergleich mit den Naturfasern können sie jedoch meist nicht wirklich standhalten, wenn es Gesundheit und natürliches Komfortgefühl auf der Haut betrifft.

    Kleider aus bewährten natürlichen Fasern

    Baumwolle wird auf natürliche Weise aus der Baumwollpflanze, einem Malvengewächs,  gewonnen. Biotextilien aus dieser Faser hinterlassen eine angenehm kühlende, weiche Wirkung auf der Haut. Sie hält gesund, weil sie Feuchtigkeit optimal aufnimmt und ist im nassen Zustand fester als im trockenen. Je nach Qualität ist Baumwolle auch pflegeleicht.

    Leinen hat ähnlich gesunde Eigenschaften. Es wird in der Mode wegen seiner ihm eigenen, festen Struktur geschätzt. Diese rührt natürlich von der Flachspflanze her. Die Ägypter verwendeten Leinen schon 4000 Jahre vor Christi. Besonders strapazierfähig erwies sich die Faser auch beim Einwickeln der kostbaren Mumien.

    Hanf ähnelt der Baumwolle und dem Leinen in seinen Eigenschaften. Kleider aus Hanf stechen in der heutigen Verarbeitung längst nicht mehr aus dem Rahmen hochwertiger Optik. Auch Hanffasern sind von großer Festigkeit.

    Vorteile von Kleidern aus Biotextilie

    Biotextilien aus Wolle wärmen besonders gut, saugen Feuchtigkeit auf und geben sie ebenso gut wieder ab. Ihre natürliche Struktur ist dem menschlichen Haar ähnlich. Besonders Schafwolle verspinnt man seit Jahrtausenden zu Kleidern. Die Art der Verspinnung sowie die Herkunft der Schafe sorgen für feste oder weiche Fäden, eine individuelle Struktur und robuste, hochwertige Qualität.

    Besonders edel ist die Wolle von Kaschmirziegen, aus der das gleichnamige sehr feine, weiche Textil gewebt wird.

    Auch Angoraziegen oder Angorakaninchen entledigt man für die Wollherstellung teilweise ihres natürlichen Haarkleides, um weiche, sehr wärmende und gesunde Mohair-Kleidung daraus zu fertigen.

    Seide ist sehr leicht und luftig auf der Haut. Sie wird aus dem Kokon der Seidenraupe (auch Maulbeerspinner) hergestellt. Seide ist auch heute noch sehr hochwertig. Früher waren Seidenkleider nur den Reichsten zugänglich. Je nach Weiterverarbeitung sind Biotextilien aus Seide etwas pflegeaufwändig und knittert schnell.

    Mischfaser – die Zukunft der Kleider?

    Modal wird technisch hergestellt und fällt somit unter Kunstfaser. Jedoch gewinnt man es aus regenerierter Zellulose und somit aus natürlichen Produkten. Solche Kleider haben angenehme Trageeigenschaften, ähnlich der Baumwolle. Modal ist elastisch und wird oft für Unterwäsche verwendet. Meist mischt man es mit gesunder Baumwolle.

    Viskose ist ebenfalls eine Kunstfaser auf Basis natürlicher Zellulose. Je nach Hersteller ist sie qualitativ hochwertig oder nicht, da bei Herstellungsprozess teilweise auch Chemikalien zum Einsatz kommen. Im nassen Zustand ist Viskose im Gegensatz zu guten Biotextilien nicht sehr reißfest. Die Festigkeit verliert sich dabei bis zu 55%. Deshalb mischt man sie gern mit anderen Fasern.

    Acetat ist eine Kunstfaser auf Basis natürlicher Zellulose und Essigsäure. Es hat eine glatte, leicht glänzende Oberfläche. Man benutzt es vorwiegend für Futterstoffe in Mänteln, Jacken oder Kleidern. Diese Faser lädt sich elektrostatisch auf.

    Kleider aus reiner Kunstfaser

    Polyester ist eine komplett synthetische Kunst- bzw. Chemiefaser, säure- und laugenbeständig, sehr fest und hochelastisch. Sie wird oft mit Baumwolle oder Wolle gemischt. Die gesunde Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsaufnahme von Biotextilien bietet selbst hochwertiger Polyester nicht.

    Polyamid hat ähnliche Eigenschaften wie Polyester, nimmt jedoch ein wenig Feuchtigkeit auf und wird deshalb oft für Sportkleidung verarbeitet. Kleider aus Polyamid sollen bakterien- und virenresistent sein. Entsprechende Stoffe sind empfindlich gegen Hitze (Bügeln).

    Elasthan ist ebenso keine natürliche oder halbbiologische, sondern eine reine Chemiefaser. Die hochelastische Faser kann sich bis zu 700% ausdehnen. Elasthan verwendet man für Damenstrümpfe und Badebekleidung, meist mit anderen Fasern gemischt

    Umwelt- und Gesundheitsgefahren bei der Kleiderherstellung und -verwendung

    Immer wieder hören wir von giftigen Chemikalien, die in unseren Kleidern stecken. Im Fernsehen wurde ein Fall des Modeunternehmens Esprit gezeigt. Dort klagte eine Mitarbeiterin, die chronisch krank wurde, gegen Esprit. Sie gewann den Streit um Ihre Behandlungskosten und Folgeschäden. In einem Gutachten wurden giftige Chemikalien in den Textilien und im ursprünglich gesunden Körper der ehemaligen Mitarbeiterin eindeutig nachgewiesen.

    Die große DETOX-Kampagne von Greenpeace fand ein breites Medienecho zugunsten des Verzichts auf Gifte und für die Wiederentdeckung von Biotextilien im Sinne von Mensch und Umwelt. Die Kampagne zielte direkt auf Markenhersteller wie Puma, Adidas, Nike, Esprit u. a. ab.

    Sie alle nehmen für scheinbar hochwertige Produkte in deutschen Läden Umweltschäden in den Herstellerländern China und Indien in Kauf.

    Puma und Nike kamen inzwischen der DETOX-Forderung von Greenpeace nach. Bis 2020 verzichten sie sowohl beim Anbau als auch der Herstellung und Veredelung auf gefährliche Mittel, die aus natürlichen Stoffen bedenkliche Kunstfasern.

    Kampagnen von Umweltschützern gegen Kleider aus giftigen Herstellungsprozessen

    Schwerpunkt der aktuellen Kampagne war die Chemikalie Nonylphenol. Sie ist hochgiftig für Wasserlebewesen, z. B. Fische. In Versuchen schädigte Nonylphenol menschliche Zellen. Wie ein künstliches Hormon wirkt die Substanz sich auf die Fortpflanzungsorgane und natürlichen Fortpflanzungsfunktionen aus. Die gesundheitsgefährdende Wirkung für Menschen wurde selbst von Greenpeace öffentlich als gering bzw. nicht relevant propagiert. Doch andernfalls hätte man die Kampagne nicht zugunsten des Trends für Biotextilien mit solchem Aufwand betrieben.

    Immens sind die Umwelt- und gesundheitlichen Schäden am Menschen, die im Herstellungsprozess der Kleider eingebunden sind.

    Doch nicht Nonylphenole schaden der Umwelt, sondern zusätzlich die Farb- und Verarbeitungsstoffe, die Bleich-Chemikalien für Used-Effekte bei hochwertigen Jeans usw. Das betrifft zuerst die Herstellerländer, später unser heimisches Grundwasser durch das Waschen dieser Textilien.

    Für genauere Informationen darüber können Sie kostenlos die Broschüre »Schmutzige Wäsche 2« direkt auf der Greenpeace-Webseite anfordern.

    Kaufgewohnheiten bei Kleidern auf Kosten der Gesundheit

    Besonders in China und Indien sind die Folgen der »boomenden« Textilindustrie schon jetzt verheerend. Seen und Flüsse sind vergiftet, der Verzehr der Fische alles andere als gesund, das Trinkwasser, die Agrarprodukte usw. Die Menschen dort erleben statt einer natürlichen Einkommensquelle, etwa durch den endlich weltweiten Trend zu Biotextilien, durch die Folgen des Billig-Aufschwungs einen katastrophalen Alltag. Da die Globalisierung immer weiter voran schreitet, wirkt sich auch die Kaufgewohnheit bei Kleidern längst auch in Europa, direkt bei den gedankenlosen Konsumenten, aus. Es ist also nicht nur eine Frage des Preises, was wer einkauft.

    Überlegen Sie sich genau, ob das Billig-TShirt oder die hochwertige Markenware wirklich preiswert sind. In Wirklichkeit stammen beide vielleicht vom gleichen Hersteller aus China. Solche Kleidung könnte letztendlich viel teurer kommen als das haut-, menschen- und planetenfreundliche Bio-Shirt.

    Umwelt und Arbeitsplätze durch sinnvolle Kleiderauswahl retten

    Zum Beispiel der Kleider-Riese Adidas reagiert noch immer nicht auf die Aufklärungskampagne.

    Die Wahl zwischen hochwertigen Markenprodukten und nachhaltig ökologisch hergestellten Biotextilien sollte für denkende Menschen kein Problem sein.

    Bioware in der Bekleidungsherstellung ist inzwischen keine finanzielle Hürde mehr. Verschiedene Warenhäuser und Firmen bieten sie günstig an.

    Damit Sie darüber Näheres erfahren können, gibt es bei Greenpeace auch dafür eine Übersicht. Darinnen werden die einzelnen Label und die Zuverlässigkeit hinsichtlich Umwelt und Gesundheit beschrieben.

    Eine andere Frage ist die im Ausland hergestellte Kleidung. Sie wird meist in mehreren Ländern weiter bearbeitet und legt einen sehr weiten Weg mit den bekannten umweltschädlichen Transportfolgen (Abgase, Verbrauch natürlicher Ressourcen) zurück.  Bevor sie hier endlich in die Läden gelangt, kostet sie zudem deutsche Arbeitsplätze.

    Kleider und Nanotechnik

    Spannendste Tendenzen im Bereich Faserveränderungen entwickelt derzeit die Nanotechnologie.

    Was wird da nicht alles probiert und vorgestellt! Kleider aus solchen Fasern sind nach 3 Wochen Einweichen immer noch völlig wasserabweisend. Sie sollen Elektrosmog abweisen und sogar sensorisch die natürlichen Körperfunktionen des Trägers überwachen. Alle möglichen technischen Neuheiten vom GPS bis zum Bildschirm werden eingearbeitet. Selbstleuchtende Kleidung schützt im nächtlichen Straßenverkehr.

    Ob all die experimentellen Spielereien auch gesund für den Träger sind, wird nirgendwo erwähnt.

    Die Liste ließe sich also beliebig weiter fortsetzen.

    Eine neueste vermeintliche Konkurrenz für weniger technisierte Biotextilien ist folgende Entwicklung vom fünften Kontinent. Australische Wissenschaftler von der Monash Universität in Melbourne haben selbstreinigende Stoffe entwickelt. Sie basieren auf Naturstoffen wie Wolle und Seide. Titandioxid (auch als Titanweiß bekannt) wird mit Hilfe der Nanotechnologie mit den Naturfasern verbunden. Dadurch reinigen sich die Stoffe in Sonnenlicht selbständig.

    Kleider veredeln … bis der Arzt kommt?

    Die gesunde menschliche Haut ist angeblich unempfindlich gegen das Titanweiß. Titandioxid kommt jedoch nicht nur in so behandelten Kleidern, sondern auch im Feinstaub an viel befahrenen Straßen in höherer Dosierung als dem natürlichen Umfeld vor.

    Deutsche Wissenschaftler des  Helmholtz Institutes München haben in Studien herausgefunden, dass Titandioxid nicht gesund für den Organismus ist. Die natürliche Arbeit des Herzens wird beeinflusst, Herzstörungen und Herzinfarkt können die Folge sein.

    Außerdem fliegen diese Teilchen von der Kleidung auch in der Atemluft herum, was bei Biotextilien wegen der groberen Struktur nicht passiert.

    Ungefährlicher könnte da die Veredlung mit hochwertigem Silber sein. Silber war schon in der Antike als keimfeindliches und somit gesundes Material bekannt. Man verwendete es deshalb oft zusätzlich zu natürlichen Desinfektionssäften als Mittel gegen Bakterien, Viren und Keime.

    Nun gibt es auch Kleidung und andere hochwertige Nutzgegenstände, die mit Nanotechnologie versilbert werden. Auch beheizbare Kleidung ist schon erhältlich, in der Silber mit eingearbeitet wird, das dann mittels Strom Wärme erzeugt, die wiederum angeblich gesundheitsfördernde Auswirkungen hat.

    Skepsis ist die »Mutter« gesunder Kleider

    Es bleibt abzuwarten, wie sich die scheinbar hochwertige Technologie auf die Gesundheit der Menschen auswirkt. Bisher ist noch zu wenig über Nano-Kleider bekannt. Die Vorteile sind augenscheinlich.

    Berechtigterweise warnen allerdings Kritiker vor folgender Tatsache: Die extrem kleinen Nanopartikel (ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters) könnten zu einfach über die natürliche Aufnahme in die Haut, Schleimhaut, Poren und somit in unserem Körper bis in den Zellkern eindringen.

    Anders als bei unbedenklichen Biotextilien sind die Folgen der Nanofasern für die Gesundheit der Träger selbst hochwertiger Kleider aus solchen Stoffen noch nicht ausreichend bekannt.

    Bekannt sind sie dagegen aus dem Bereich der Laserdrucker. Diese erzeugen Feinstäube im Nanobreich. Nachweislich entstanden dadurch gesundheitliche Probleme wie Schnupfen, Allergien, Asthma, Vergiftungen und Lungenkrankheiten bis hin zu schwersten allgemeinen Erkrankungen.

    Biotextilien – langlebig für Kleid und Träger

    Umweltmediziner vom Freiburger Uniklinikum haben inzwischen nachgewiesen, dass Feinstaub, ob aus technischem Umfeld oder Textilien, keinesfalls gesund ist.

    Wegen der extremen Preise für solch ein vermeintlich hochwertiges Kleid aus Nanotechnik sind die privaten Testmöglichkeiten gering. Doch wollen und brauchen wir das wirklich? Jedenfalls ist auf der eigenen Haut Vorsicht geraten. Eines sollte jedem Verbraucher mit gesundem Menschenverstand klar sein. Die Hersteller werden sich hüten, irgendwelche Nachteile gegenüber Biotextilien verlauten zu lassen.

    Bedenklich ist weiter, dass das Umweltbundesamt schon seit 2009 vor Kleidung aus Nanostoffen warnt, obwohl sonst in der Öffentlichkeit kaum ausreichend von Umweltschäden berichtet wird bzw. Gefahren für die Gesundheit im Sinne wirtschaftlicher Interessen herab gespielt werden.

    Daher empfiehlt sich bei der Wahl hochwertiger Kleider noch immer, lieber mehr Geld für Biotextilien auszugeben, was sich in hohem Tragekomfort, gesundem Faserverhalten und häufig auch der Langlebigkeit natürlicher Fasern auszahlt.

    Und ohne Ihnen zu nahe zu treten zu wollen könnte ein passender Schlusssatz an dieser Stelle lauten: Genau so sorgfältig wie Sie mit der Auswahl derer sind, die Sie an Ihre Wäsche lassen, sollten Sie auch mit der Auswahl der Wäsche sein, die Sie an sich lassen.

    So wie beim obigen Beispiel Bekleidung bietet jeder Lebensbereich Gelegenheit die üblichen Denk – und Konsumgewohnheiten, die oft genug zum Nachteil für die persönliche Gesundheit und für die Umwelt sind, zu überdenken und zu hinterfragen.

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