Ursachen und Abhilfe bei Verstopfung

    Verstopfung Abhilfe

    Eine temporäre Verstopfung ereilt fast alle Menschen einmal. Normalerweise verschwindet sie von selbst wieder. Doch in Einzelfällen kann sie sich auch zu einer chronischen Verstopfung ausweiten. Dies passiert insbesondere dann, wenn diese nicht konsequent möglichst schon nach kurzer Zeit behandelt wird.

    Auf Reisen oder während einer Krankheit ist es durchaus normal, dass einige Tage lang der Darm nicht ausreichend entleert wird. Spätestens ab dem fünften Tag sollten Sie jedoch mit natürlichen Mitteln etwas dagegen unternehmen.

    Die Ursachen können aber auch ganz anderer Natur sein. Eine rapide steigende Tendenz weist die Unverträglichkeit gegen Nahrungsmittel auf. Noch immer wird sie in weiten Kreisen, selbst unter Medizinern, nicht zwangsläufig als Ursache erkannt.

    Die »Übeltäter« sind meist Milch und Milchprodukte. Da über fast alle Mehlprodukte Gluten in den Lebensmitteln enthalten ist, spielt auch dies eine zunehmende Rolle.

    Lebensmittelunverträglichkeit – gefährliche Ursache für Verstopfung

    Die Schulmedizin ist bei chronischer Verstopfung ratlos. Eine Schädigung der Dünn- Darm- Flora zeigt eine ausgewachsene Zöliakie an  und ist nicht mehr heilbar. Der Nachweis der Unverträglichkeit ist zwar erbracht – doch eben zu spät für viele Menschen.

    Meistens gehen die Ärzte eher von Durchfall als Symptom aus. Doch viele Menschen haben stattdessen Verstopfung.

    Besonders Frauen kennen die beschriebenen chronischen Zustände mit Krämpfen bis hin zu Koliken, die überdies mit Blähungen, Übelkeit, Schwächegefühl und anderen Allergien einher gehen. Sie können bei solchen Indizien Ihren Stoffwechsel auf eine Unverträglichkeit hin testen und einige Veränderungen in Ihrer Ernährung ausprobieren.

    Am einfachsten streichen Sie zunächst Milch und Milchprodukte aus dem Speiseplan. Tritt nach spätestens zwei Wochen eine Besserung ein, leiden Sie offensichtlich an einer Unverträglichkeit gegen Milch.
    Hilft das nicht, verzichten Sie auf glutenhaltigen Mehle (Weizen, Roggen, Hafer, Dinkelmehl) und ersetzen diese Lebensmittel durch Reismehl, Maismehl, Buchweizen-, Quinoa-, Kichererbsenmehl und Hirse.

    Körper durch sinnvolle Lebensführung von Verstopfung heilen

    In Bioläden und Reformhäusern gibt es backfertige Mehlmischungen und glutenfreie Brote als Alternative gegen die o.g. Ursache Unverträglichkeit. Auch ohne akuten Bedarf empfiehlt sich für Menschen mit solchen wiederkehrenden Problemen zumindest eine teilweise Umstellung der Ernährung auf vollwertige Lebensmittel.

    Ein weiterer unterstützender Faktor von chronischer Verstopfung können z.B. Medikamente gegen Diabetes, Bluthochdruck, Blasensschwäche oder Depressionen sein. Belasten Sie Ihren Organismus dann nicht noch mehr mit synthetischen Abführmitteln.

    Über eine ballaststoffreiche Ernährung können Sie stattdessen das Problem auf natürliche Weise in den Griff bekommen. Viel Gemüse und Obst – am besten frisch – sowie ausreichende Flüssigkeitszufuhr und möglichst viel Bewegung helfen zuverlässig. Zusätzlich regen natürliche Abführmittel die Verdauung an.

    Auch Störungen im Mineralstoffhaushalt, z.B. Kaliummangel, Eisenmangel und/oder Calziumüberschuss, begünstigen chronische oder temporäre Verstopfung.

    Verstopfung nicht auf die leichte Schulter nehmen

    Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist der tägliche Stress. Viele Menschen lassen ihrem Magen und Darm kaum Zeit, schnell hinunter gewürgte Nahrung richtig zu verdauen.

    Darm, Leber und Galle reagieren bekanntermaßen empfindlich auf Emotionen. Auch zu schnelles Hinunterschlucken, wenn nicht ausreichend gekaut wird, verhindert von Anfang an die effektivere Aufspaltung der Nahrungsmittel im Körper.

    Ebenfalls eine große Rolle spielt die Zusammensetzung der Lebensmittel. Fehlen die bereits erwähnten Ballaststoffe und werden außerdem viel stärkehaltige Speisen wie Kuchen, Pudding, Süßspeisen sowie Nudeln aus Weißmehl konsumiert, macht der Darm schon mal schlapp.

    Eine Umstellung der Ernährung ist bei Verstopfung meistens unabdingbar. Manche Menschen haben auch Stoffwechselstörungen hinsichtlich bestimmter Eiweiße und Fette.

    Diese sind nur schwer zu erkennen. Bei anhaltenden Verdauungsstörungen sollten Sie deshalb immer einen Arzt aufsuchen. Sehr hilfreich ist die Diagnose eines/einer guten Kinesiologen/Kinesiologin.
    Auf jeden Fall lassen Sie Ihre Verdauungsorgane bei chronischer Verstopfung auf Hämorrhoiden, Polypen und andere Wucherungen untersuchen.

    Natürliche Mittel gegen temporäre Verstopfung

    Fast jeder Mensch ist in seinem Leben irgendwann einmal mit dem Problem einer Verstopfung konfrontiert. Bei den meistem tritt diese Störung der Verdauung jedoch nur temporär auf. Der Darm regelt sich bei ansonsten gesunder Verfassung auf natürliche Weise wieder ein.

    In Zeiten von Krankheit – beispielsweise bei grippalen Infekten oder Magenverstimmungen, Lebensmittelvergiftungen oder auch auf Reisen und in der Schwangerschaft – ist eine Verstopfung, auch Obstipation genannt, durchaus normal. Schießen Sie in solchen Situationen nicht mit Kanonen auf Spatzen.

    Wenn Sie sofort zu starken oder synthetischen Abführmitteln greifen, bringt das den Stoffwechsel noch mehr aus dem Gleichgewicht und kann zu einer echten Verstopfung führen. Diese ist wesentlich aufwändiger zu behandeln.

    Schneller Erfolg gegen Verstopfung durch bewährte Hausmittel

    Natürliche und gut verträgliche Mittel helfen, den Darm in sein Gleichgewicht zurück zu bringen. Ein solches Mittel sind zum Beispiel Leinsamen oder indischer Flohsamen. Nehmen Sie diese Hausmittel einfach mit einem Löffel ein. Spülen Sie mit mindestens einem vollen Glas Wasser, besser zwei Gläsern, nach. Dabei reicht ein Esslöffel der genannten Samen, abends vor dem Schlafengehen genommen, meistens aus. Wiederholen Sie im Bedarfsfall die Einnahme noch einmal am nächsten Morgen.

    Der Erfolg stellt sich nach zwei bis drei Tagen ein. Achten Sie neben gesunder Ernährung zusätzlich bei einer temporären Verstopfung ganz besonders auf ausreichend Bewegung und Flüssigkeitszufuhr. Behalten Sie am besten dauerhaft einen ausreichenden Anteil an ballaststoffreicher Nahrung bei. Ein Mangel an diesen Faktoren, schon eines davon, kann eine Verstopfung herbeiführen, wenn Sie – vielleicht wegen eines instabilen Stoffwechsels – ohnehin dazu neigen.

    Der Verstopfung vorbeugen

    Ein Apfel, eingeweichte Backpflaumen oder Ananas morgens als Erstes gegessen, reinigen den Darm gut und regen die Verdauung an. Auch Sauerkraut als ergänzendes Lebensmittel eignet sich besonders durch seine darmbakterienfreundlichen Eigenschaften dafür, einer drohenden oder eingetretenen Verstopfung schnell entgegenzuwirken. Ähnliche Eigenschaften hat auch der Chicorée. Er enthält Inulin. Dieses ist Nahrung für die Darmbakterien und fungiert zusätzlich als Ballaststoff für einen intakten Stoffwechsel.

    Wenn Sie während einer Krankheit das Bett hüten müssen, können Sie dennoch Ihre Verdauung um den Bewegungsfaktor ergänzen. Spannen Sie zum Beispiel die Bauchmuskeln an, atmen Sie dabei aus, entspannen Sie und atmen Sie dabei ein. Wenn Sie diese Übung mehrere Male wiederholen, spüren Sie deutliche Darmbewegungen. Die Gefahr einer Verstopfung ist somit auf natürliche Weise gebannt. Zusätzlich unterstützen Sie Ihre Genesung durch ein Aufrechterhalten der nötigen Muskelarbeit.

    Soweit möglich, unterstützt auch das Anziehen der Beine, wechselseitig und beidseitig abwechselnd, das Ankurbeln mangelnder oder fehlender Darmbewegungen.

    Zusätzlich homöopathisch der Verstopfung entgegenwirken

    Auch bei kleinen Kindern sind die vorher genannten Bein- oder Liegendbewegungen eine gute Methode, um einer Verstopfung entgegenzuwirken und gleichzeitig die meist damit einhergehenden Blähungen abzuleiten.

    Ein Kaliummangel oder Calciumüberschuss kann ebenfalls zu Verstopfung führen. So lange eine gesunde Verdauung nicht gewährleistet ist, helfen schon viele natürliche Methoden, statt der möglicherweise unklaren Ursachen zumindest die Symptome der Störung rasch zu bekämpfen.

    Ein sehr gutes dieser Mittel ist die Zeolithe, eine besonders aufbereitete und gereinigte Vulkanerde. Sie wird ebenfalls mit viel Flüssigkeit eingenommen wird und sorgt gleichzeitig für einen ausgewogenen Mineralhaushalt. Noch dazu besitzt sie die einzigartige Fähigkeit, Giftstoffe und störende Abfallprodukte des Stoffwechsels zu entsorgen. Hilfreich sind auch homöopathische Mittel wie Nux vomica (Deutscher Name: Brechnuss) und Pulsatilla (Deutscher Name: Kuhschelle). Mit ihrer Hilfe lässt sich zugleich die oft mit Verstopfung einhergehende Migräne (Verstopfung des Kopfes) effektiv lindern.

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