Ganzheitlicher Ansatz für dauerhaft gesunde Verdauung

    Verstopfung-Ganzheitlicher-Ansatz-gesunde-Verdauung-61420115So wie Sie ein einzigartiges Individuum sind, ist auch Ihre Art der Verdauung einzigartig. Das heißt, Sie sind die / der Experte/in für Ihren Körper.
    Sie wissen am besten, welche Ereignisse und Ursachen, ( siehe vorherige Artikel), für Ihre Verstopfung ausschlaggebend sind. Wenn es Ihnen nicht sofort alles klar ist, analysieren Sie, assoziieren Sie und hören Sie in sich hinein.

    Wichtig ist, sich dem Problem nicht eingleisig mit z. B. der Einnahme eines Abführmittels anzunehmen, sondern Körper, Psyche und Geist mit einzubeziehen!
    Die Gefahr der Gewöhnung des Darms an das Abführmittel ist, dass er irgendwann überhaupt nicht mehr eigenständig funktioniert. Manche Mittel begünstigen sogar die Entstehung von Krebs.
    Deshalb ist es auch besonders wichtig, den Darm auf natürliche Weise wieder in Schwung zu bringen. Ihr Ziel muss immer sein, ohne jedes Mittel beschwerdefrei verdauen zu können.

    Doch wenn der Darm erst einmal verstopft ist, braucht es eine klug und gut gemischte Kombination aus natürlichen Methoden.

    Wichtig ist auch, dass Sie nicht mit dem „Brecheisen“ beginnen.
    Besonders wenn Sie sich schon angeschlagen und schwach fühlen, gehen Sie bitte sanft vor und haben Sie Geduld. Jede Umstellung diesbezüglich dauert ca. vier Wochen.

    Suchen Sie sich aus den folgenden Methoden und Mitteln die für Sie zutreffenden und passenden heraus. Folgen Sie dabei Ihrem „Bauchgefühl“!
    Unumgänglich und die allerbeste Voraussetzung ist meist die

    Ernährungsumstellung bei Verstopfung

    Wie Sie bei den Ursachen lesen konnten, ist eine fleisch- und milchreiche Ernährung unvorteilhaft für die Verdauung. Bei einer schon entstanden Verstopfung ist es sehr hilfreich, eine Zeit lang hauptsächlich Nahrungsmittel, wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Nüsse und Samen zu sich zu nehmen, die u.a. reich an Ballaststoffen sind.
    Besonders roh belassene Pflanzenteile mit Schale, aber auch gekochte Hülsenfrüchte putzen den Darm gut aus. Dabei brauchen Sie keinesfalls auf Fette zu verzichten. Im Gegenteil, haben wissenschaftliche Studien bewiesen, das wertvolle Öle wie kalt gepresstes Olivenöl, die Nährstoffe besser verwertbar werden lassen und auch selbst sehr gesundheitsfördernd sind.

    Ballaststoffe

    Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsbestandteile, die jedoch für eine gesunde und geregelte Verdauung unverzichtbar sind. Sie sollten mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag zu sich nehmen, besser sind jedoch 40 bis 50 g, vor allem wenn eine Verstopfung besteht. Die meisten Menschen nehmen jedoch durch die Änderung der Essgewohnheiten viel zu wenig Ballaststoffe zu sich.

    Die Umstellung der Ernährung sollte allerdings allmählich erfolgen, da die Verdauungsorgane sich umgewöhnen müssen. Sonst ist mit Blähungen und Koliken zu rechnen.

    Es kann daher empfehlenswert sein, auf eine qualitativ hochwertige Nahrungsergänzung mit Ballaststoffen zurückzugreifen, die die Darmtätigkeit nachhaltig unterstützt.

    Nach der Eingewöhnung werden Sie aber erstaunt feststellen, dass Sie Linsen, Bohnen, sogar rohe Zwiebeln ohne Blähungen vertragen. Besonders Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch, Meerrettich, rohes Sauerkraut und schärfere Gewürze kurbeln Ihre Verdauung an.
    Lassen Sie Ihrer Kreativität und Intuition freien Lauf, verwenden Sie viele Kräuter die reinigende Wirkstoffe enthalten (siehe natürliche Abführmittel).
    Vermeiden Sie möglichst Weißmehl- und Stärkeprodukte sowie Süßes. (ausführliche Informationen finden Sie im Ebook: Essen Sie sich glücklich – Alles über (darm)gesunde Ernährung)

    Allergien oder Unverträglichkeiten als Ursache von Verstopfung

    Wichtig ist auch Ihre Forschung nach eventuell noch nicht erkannten Unverträglichkeiten.
    Haben Sie irgendeine allergische Reaktion? Haben Sie chronische Beschwerden?
    Nicht wenige Therapeuten führen fast jede Allergie auf eine Basisunverträglichkeit zurück! Diese beruhen meist auf glutenhaltigen Mehlen und Milchprodukten.
    Sie können dies einfach feststellen, indem Sie mindestens vier Wochen „verdächtige“ Produkte von der Speisekarte streichen. Sehr viele Menschen haben damit schon Ihre Verstopfung und chronischen Leiden kuriert.

    Was mit den viel gepriesenen Joghurts mit lebenden Kulturen ist?
    Probieren Sie’s! Die Wissenschaftler jedenfalls streiten sich.
    Die verdauungswichtigen Laktobakterien können Sie selbst einfach mit Sauerkraut und Wasser herstellen (Siehe Abschnitt Darmgesundheit)

    Trinken

    Sehr wichtig: Ihre Flüssigkeitszufuhr!
    Trinken Sie mindestens 1,5 bis 3 l am Tag, je nach Konstitution und Umständen. Am besten ist Mineralwasser, Tee mit möglichst wenig Zucker, Schorlen und leichte Säfte mit möglichst wenig Zucker (ausführliche Informationen finden Sie im Ebook: Was(ser)sollen wir trinken?).
    Günstig für die Verdauung ist auch Püriertes (bitte mit Eigensaft, sonst landen die Vitamine und Mineralstoffe im Ausguss und nicht in Ihnen!).

    Bewusste Esskultur für eine gesunde Verdauung

    Es gibt Therapeuten, die sagen, dass die Befindlichkeit eines Menschen bei und nach der Nahrungsaufnahme ausschlaggebend für seine Gesundheit ist. Streitgespräche sind also keine gute Zutat.
    Eine harmonische Umgebung hingegen kann sehr förderlich sein.

    • Richten Sie Ihre Mahlzeiten appetitlich an.
    • Essen Sie bewusst ohne Ablenkung durch (Zeitung)Lesen, Radio oder Fernseher.
    • Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Essen und kauen sie gründlich. Gut durchgekaute Nahrung können Sie viel besser verdauen.
    • Halten Sie sich vor Augen, dass Sie LEBENSmittel einnehmen.

    Auch die innere Einstellung, die Sie dem Essen gegenüber haben, ist sehr bestimmend für die Aufnahme und Verwertung. Studien haben bewiesen, dass auch ein Tischspruch sehr zum Wohlergehen beitragen kann.

    Bauen Sie Stress ab und schaffen Sie Rhytmus

    Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für Ihre Mahlzeiten – und auch den anschließenden Gang zur Toilette.

    • Versuchen Sie soweit möglich gleich bleibende Zeiten für Mahlzeiten und Stuhlgang einzuhalten. Wenn sich Ihr Darm an einen bestimmten Zeitpunkt gewöhnt hat, geht es schon viel leichter.
    • Lassen Sie sich Zeit auf der Toilette. Legen Sie sich eine kleine WC-Lektüre bereit und lassen sich nicht stören und drängen.
    • Versuchen Sie in aufregenden und stressigen Situationen bewusst und gezielt tief durch zu atmen. So können Sie verhindern, dass ihre Darmmuskulatur sich verkrampft und die Arbeit einstellt.
    • Nehmen Sie sich genug Zeit für sich selbst. Machen Sie Spaziergänge in der Natur.
    • Schaffen Sie sich täglich (mehrere) kleine Entspannungsinseln. Üben Sie regelmäßig mit Entspannungstechniken (s.u.)
    • Vielleicht möchten Sie ja eine gewisse Zeit ein Tagebuch führen, um sich darüber bewusst zu werden was Sie und Ihren Darm besonders stresst.
    • Achten Sie darauf, dass Sie ausreichend schlafen (7-8 Stunden)