Woher kommt Mundgeruch – weitere Auslöser

    Zwiebelmundgeruch: Zwiebeln, Knoblauch und Co

    Zwiebelmundgeruch-Rauchermundgeruch-Mundgeruch-Ursachen_32525631Bekanntermaßen können auch bestimmte Lebensmittel Mundgeruch auslösen. In erster Linie sind dies Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schalotten, aber auch viele andere. Sobald die schwefelhaltigen Verbindungen der Essensbestandteile in den Blutkreislauf aufgenommen worden sind, gelangen sie auch in die Lungen, wo sie ausgeatmet werden, und zwar so lange, bis das Essen vollständig ausgeschieden ist.

    Schokolade kann auch eine Ursache für Mundgeruch sein, wenn man zu viel davon verspeist. Grund hierfür ist der Inhaltstoff Phenyläthylamin, eine ölige und nach Fisch riechende Flüssigkeit. Wird zu viel Schokolade gegessen, wird die Verdauung zu sehr beansprucht und es kann passieren, dass der Inhaltsstoff in die Blutbahn gerät. Pfefferminz kann ebenfalls, auch wenn es kaum zu glauben ist, Ursache für Mundgeruch sein. Der untere Muskel der Speiseröhre wird durch Pfefferminz geschädigt. Kann dieser nicht mehr ordnungsgemäß schließen, kann eine Hiatushernie entstehen. Dadurch gelangt der Mageninhalt in die Speiseröhre und lässt Mundgeruch entstehen, vor allem in der Nacht.

    Mundgeruch durch Diät

    Diäten und Fastenkuren können zu Mundgeruch führen. Dem Körper fehlen dann Kohlenhydrate, um Fette in Zucker umzuwandeln. Es bilden sich Ketonkörper, die sich im Atem als Azetongeruch bemerkbar machen. Geringe oder zu seltene Nahrungsaufnahme vermindert zudem die Selbstreinigung im Mund, wodurch Mundgeruch wiederum begünstigt wird. Auch fehlt bei geringerer Nahrungsaufnahme das in den Lebensmitteln enthaltene Wasser, wenn nicht gleichzeitig mehr getrunken wird.

    Raucher-Mundgeruch

    Raucher-Mundgeruch ist ein spezieller Mundgeruch, der durch Tabakablagerungen auf den Schleimhäuten entsteht. Während des Ausatmens des Tabakrauchs können sich einige seiner Bestandteile auf den Schleimhäuten des oberen und unteren Atemtraktes ablagern. Verstärkt wird der Geruch zusätzlich noch durch die Teilchen, die über das Blut und auf diesem Weg über die Lunge Generell ist der Anteil flüchtiger Schwefelverbindungen im Mund direkt nach dem Essen niedriger als vor dem Essen und als nach mehrstündigen Perioden ohne Nahrungsaufnahme, da Essen durch das Kauen und die damit einhergehende Speichelproduktion die Selbstreinigung aktiviert. aufgenommen und mit dem Atem wieder abgesondert werden. Die Bestandteile des Tabaks lagern sich nicht nur auf den Schleimhäuten, sondern ebenfalls auf den Zähnen ab. Raucher von Zigarren und Pfeifen sind oft stärker betroffen, da Zigarren- und Pfeifentabake mehr Schwefelverbindungen enthalten. Auch Passivraucher, die Tabakrauch sehr intensiv ausgesetzt sind, können davon betroffen sein.

    Morgenmundgeruch

    Sehr verbreitet ist der so genannte Morgenmundgeruch. Er tritt auch bei Personen auf, die sonst nicht chronisch unter Mundgeruch leiden. Ursache ist der verminderte Speichelfluss in der Nacht im Zusammenhang mit der Inaktivität der Zunge. Auch Schnarchen kann mit eine Ursache dafür sein. Durch eine verminderte Selbstreinigung verschiebt sich das Milieu im Mundraum zu Ungunsten der geruchsbildenden Bakterien.

    Pseudo-Mundgeruch

    Ja, das gibt es auch. In aller Regel ist der vom Betroffenen wahrgenommene bzw. vermutete schlechte Atem echt und objektivierbar. In circa 5% aller Fälle tritt jedoch das Phänomen auf, dass Patienten glauben, Mundgeruch zu haben, obwohl dieser objektiv nicht feststellbar ist. Dieses Phänomen wird als Pseudo-Halitosis bezeichnet, wenn der Patient davon zu überzeugen ist, dass er sich irrt. In schweren Fällen, also wenn der Patient trotz Aufklärungsversuche nicht von seiner Überzeugung, er habe Mundgeruch, abzubringen ist, spricht man von Halitophobie. Die Ursachen sind hier im psychischen Bereich und im Umfeld des Patienten zu suchen (möglicherweise interpretiert er die Abwehrreaktionen seiner Mitmenschen ihm gegenüber falsch).

    Mundgeruch durch den weiblichen Zyklus

    Wenn Sie als Frau feststellen, dass Sie während der Menstruation unter Mundgeruch leiden, sollten Sie sich nicht wundern. Am Tag Ihres Eisprungs weist Ihr Körper fast viermal so viele Schwefelverbindungen als an anderen Tagen auf. In dieser Zeit helfen die später genannten Hausmittel. Mehr ist nicht zu unternehmen, denn schließlich ist der Mundgeruch nach dem Zyklus wieder passé.

    Mundgeruch durch Antibiotika

    Derselbe Effekt wie bei antibakteriellem Mundwasser kann auch nach Behandlungen von Krankheiten mit Antibiotika auftreten. Sie zerstören sowohl die gesunden Bakterien in unserer Haut-, Mund- und Darm-Flora als auch die krank machenden Bakterien. Die Wiederherstellung einer gesunden Bakterien-Flora nach einer Antibiotika-Behandlung sollten Sie mit naturheilkundlichen Mitteln unterstützen. Wegen der stets eintretenden Nebenwirkungen und möglicher Resistenzbildungen sollten Antibiotika immer nur nach sehr reiflicher Abwägung zum Einsatz kommen. Lesen Sie dazu jetzt die ausführlichen weiterführenden Informationen zu diesem Punkt im Kapitel „Was Sie über Antibiotika unbedingt wissen sollten“ oder zum Download im Kundenbereich.

    Mundgeruch durch Mangelzustände

    Mangelzustände führen zu Schleimhautentzündungen, die wiederum Mundgeruch verursachen. Dabei werden die kranken Schleimhäute von Bakterien und Pilzen besiedelt. Es gibt verschiedene Mangelzustände: Vitaminmangel: Wird die Fettverdauung gestört, führt dies zwangsweise zu einem Vitaminmangel, wenn der Speicher aufgebraucht ist, denn Vitamine werden im Dünndarm nur mit Fetten aufgenommen.

    Vor allem ein Mangel an den Vitaminen A, C, B2, B3, B6 oder B12 beschädigt die Schleimhäute. Mineralstoffmangel: Werden dem Körper nicht ausreichend Mineralstoffe zugeführt, kann dies ebenfalls Mundgeruch zur Folge haben. Hier können unter anderem Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Meeresfrüchte oder Obst helfen.

    Eisenmangel: Eisen ist ein wichtiger Bestandteil des Körpers. Ohne Eisen könnte man sich nicht bewegen und hätte auch keine Energien. Eisenmangel hat verschiedene Ursachen: chronische Blutungen, zu viele Tannine, nach Infektionen, Störungen bei der Eisenaufnahme im Dünndarm. Aber es darf auch nicht zu viel Eisen aufgenommen werden, denn das würde zu einem Wachstum von pathogenen Keimen führen.

    Zinkmangel: Eines der lebenswichtigsten Spurenelemente ist Zink. Es befindet sich in vielen Enzymen und ist an diversen Prozessen des Stoffwechsels maßgeblich beteiligt. Bei Dünndarmentzündungen, Nierenentzündungen oder Alkoholismus kann Zinkmangel entstehen. Auch Menschen, die sehr viel Müsli essen, können unter Zinkmangel leiden. Wer schuppige Haut oder weiße Flecken auf den Fingernägeln hat, leidet vermutlich unter Zinkmangel. Symptome können auch eine geschwächte Immunabwehr und schlecht heilende Wunden sein.

    Selen: Ohne den Mineralstoff Selen kann der Mensch nicht leben. Selenmangel gibt es an sich nicht. Dafür kann es aber zu einem Überschuss an Selen kommen, der Mundgeruch verursachen kann. Wer viel Leber, Nieren, Fisch, Müsli und Nüsse isst, kann unter zu viel Selen leiden und sogar eine Selenvergiftung erleiden. Vorsicht also vor einem Zuviel der genannten Nahrungsmittel.