Ernährungstipps für Weihnachten

    Gesund essen an WeihnachtenTipps für Gesundheitsbewusste und Abnehmwillige zur Weihnachtszeit.

    Einige Wochen vor Weihnachten tun wir alles, um uns mit Plätzchen backen die dunkle Zeit zu versüßen. Doch ebenso wie die Adventszeit für ihre Düfte und Traditionen, den Geschmack von Mandeln und Honig berühmt ist, ganz genau so wissen wir alle, dass die Besch(w)erung ruck-zuck zum Stimmungskiller nach dem Genuss der gehaltvollen Gerichte werden kann. Besonders auf den Hüften der unglücklich Beschenkten zeigt sich die »negative« Diät aus Kuchen und Zuckerkringeln pünktlich zum Weihnachtsfest.

    Doch Adventsfrust statt Weihnachtslust muss nicht sein. Lesen Sie hier, mit welchen Tricks Sie das Weihnachtsfest und die alljährlichen Feiertage in gesunder Form überstehen und wie Sie auch die Zeit danach mit ohne Reue genießen.

    Süßer die Glocken nie … Gesund Essen an Weihnachten

    Bei Plätzchen und Kuchen beispielsweise empfiehlt sich, diese selbst zu backen. Allein die Herstellung ist ein vorzügliches Stimmungsmittel. Denn die beliebten Düfte und vielfältigen Geschmackserlebnisse werden zusätzlich von Ihrer Gesundheit honoriert.
    Im Gegensatz zu fertigen Plätzchen können Sie schon bei der Auswahl der Zutaten auf gesunde statt belastende Ernährung achten. Es gibt viele Rezepte, die z. B. ohne das ungesunde Weißmehl und Zucker auskommen.
    Backen Sie stattdessen vorzugsweise mit geraspelten oder gehackten Mandeln, Nüsse oder Kokosraspel. Als Bindemittel für Kuchen sowie als Zutat zu anderen Gerichten eignet sich auch ein wenig Mais- oder Reismehl. So vermeiden Sie zusätzlich das für sehr viel Menschen inzwischen unverträgliche Gliadin.
    Für gesunde Süße eignet sich etwas Honig oder nun endlich ganz offiziell Stevia. Der jahrelange Kampf um die Zulassung des gesunden Süßungsmittels hat sich gelohnt!

    Nüsse, Mandeln und Korinth – gesunde Zutaten zum Weihnachtsfest

    Rosinen (oder Korinthen) können den Haushaltszucker in vielen Rezepten ersetzen. Wie Honig sind sie recht kalorienhaltig, doch bei mäßigem Verzehr in Plätzchen oder Kuchen wesentlich gesünder, abgesehen von ihrem typisch weihnachtlichen Duft. Sie enthalten Mineralstoffe, Antioxidantien und Vitamine, die man in der Adventszeit besonders genießen sollte. In Schweden und Österreich erfreut sich ein Süßungsmittel immer größerer Beliebtheit. Es ähnelt dem Haushaltszucker, ist nahezu kalorienfrei und damit sogar für Diäten geeignet. In gesundem Maße kann Sucrin (auch Erythritol oder Sucolin), dem eine gute Verträglichkeit in der Ernährung bescheinigt wird, den Zucker weihnachtlicher Gerichte ersetzen.

    Allerdings handelt es sich um ein chemisch bzw. biochemisch hergestelltes Produkt. Lassen Sie Plätzchen und andere süße Gerichte auch in der Adventszeit nicht zur Gewohnheit werden. Natürliche Stoffe sollten als Zutaten beim Backen den Vorzug behalten. Ohnehin sollten süße Nahrungsmittel – Weihnachten hin oder her – auch als Stimmungsmittel nur sehr selektiert im Rezept- und Speiseplan enthalten sein.

    Essen im Advent und  an Weihnachten  – eine schöne Besch(w)erung?

    Auch bei den Fetten, die Weihnachten unweigerlich zum Backen der herrlichen Kuchen gehören, können Sie mit ein paar Rezepttricks einiges  besser machen.
    Die New Yorker Gesundheitsbehörde (»New Yorker Department of Health«) macht es vor. Dort ist es den Mitarbeitern unter Strafe verboten, Gerichte mit gehärteten Fetten zu genießen. Sie dürfen außerdem keine handelsüblichen Kekse essen, nichts Frittiertes, nichts Fettes, keine Limonaden, keine Cola usw. Diese Diätstrategie ist durchaus konsequent. Wer, wenn nicht das Institut, dass Ernährungsrichtlinien aufstellt, sollte Gesundheit vorleben?
    Tauschen Sie solche angegebenen Zutaten stattdessen durch Pflanzenöle, Margarine bzw. ausschließlich ungehärtete Fette aus. Natürlich. Ein Klecks Butter, um neben den Düften auch den Geschmack von Weihnachten rundum zu genießen, ist erlaubt.
    Achten Sie auch bei Schokolade und Pralinen auf die Fette. Ohnehin ist die Bitter- oder Zartbitterschokolade gesünder, aromatischer und enthält meist keine gehärteten Fette.
    Oh, es riecht gut…
    Kein Weihnachten kommt ohne die typischen Gewürze wie Kardamom, Nelken, Zimt, Bittermandel, Kurkuma und Ingwer aus. Solche Zutaten sind nicht nur lecker. Derart gebackene Adventsplätzchen sehen außerdem toll aus und sind sehr gesund. Auch typische Weihnachtskuchen, gebacken mit diesen Gewürzen, kurbeln Ihren Stoffwechsel sowie das Immunsystem an. Damit zaubern Sie zudem die beliebtesten Weihnachtsgebäcke.

    Ein ayurvedischer Geheimtipp ist heißes Wasser mit gestoßenen Nelken. Planen Sie jeden Morgen unabhängig von Ihrer sonstigen Ernährung eine Tasse mit ca. fünf Nelken über ca. vier Wochen ein. Dieses Rezept mobilisiert Ihr Immunsystem und Ihren Stoffwechsel nachhaltig. Besonders Menschen mit chronischen Entzündungen profitieren von dieser einfachen und gesunden Trinkdiät.

    Ist eine Erkältung im Anzug oder plagen Sie bereits Halsschmerzen, werden Sie durch frischen Ingwer, aufgegossen mit heißem Wasser, schnell wieder gesund.

    Mit dem Stollen in die Vollen?

    Der gute alte Bratapfel ist ein gesunder Genuss und gehört traditionell zu Weihnachten. Ersetzen Sie ruhig einmal den schweren Stollen mitsamt seinen Zutaten Zucker, Mandeln, Nüssen und anderen gehaltvollen Rezeptteilen durch das Bratobst. Die Füllung aus gehackten Mandeln, Rosinen, etwas Zitrone und Honig (nur bei sauren Äpfeln) übertrifft den schweren Adventskuchen allein schon durch die Düfte aus dem Backofen, die Sie lange vor der Mahlzeit genießen dürfen. Lassen Sie nur die Kurkuma vom Stollenrezept weg.

    Ebenso nützlich sind all diese Gewürze beim herzhaften Braten an Weihnachten. Kurkuma setzen die Inder außerdem als Medizin für Leber und Galle ein. Er unterstützt die Gesundheit dieser Organe, die meist gerade in den Weihnachtstagen Schwerstarbeit verrichten. Kardamom als Teil weihnachtlicher Ernährung unterstützt den Magen.

    Ingwer hat für alle Organe viele weitere gesundheitliche Vorteile. Wer unter Reiseübelkeit leidet, sollte vor Fahrtantritt Ingwer essen oder trinken, um das zu verhindern.

    Oh, du fröhliche, Gnaden bringende Weihnachtszeit

    Weihnachten ohne Ente?

    Präsident Obama hat in diesem Jahr die Thanks-Giving-Truthähne begnadigt. Vielleicht ist das ein schöner Anlass, über Gerichte nur mit einem kleinen Braten zu Weihnachten oder sogar eine vegetarische Alternative als Teil der festlichen Ernährung nachzudenken.

    Neben einer unbelasteten Gesundheit könnten wir gegenüber »Mutter Erde« mit einem reinen Gewissen glänzen. Auch sie profitiert erheblich vom geringeren Fleischkonsum. Zusätzlich brächten solche wahrlich gnadenreichen Rezepte den weiteren Vorteil, nicht nach dem Weihnachtsfest ins Verdauungskoma sinken zu müssen, sondern besser nach der gemeinsamen Festtafel einen richtig gesunden Spaziergang zu genießen.

    Brauchen Sie noch eine Anregung, um die Weihnachtsente zu „begnadigen“

    Aus einer Ferseh-Dokumentation im Fernsehen über Tiere:

    Eine Entenmutter mit mehreren Jungen schwamm in einem Teich. Lautlos schlich ein Fuchs heran. Instinktiv wurde die Entenmutter aufmerksamer und schaute sich aufgeregter um als vorher, obwohl sie den Fuchs nicht sehen konnte. Sie beschleunigte etwas und trieb die Entenjungen in die entgegengesetzte Richtung. Der Fuchs kam näher und näher.
    Die Entenmutter musste ihn nun deutlich bemerkt haben, denn nun trieb sie die Jungen panisch vorwärts. Doch die Jungen waren noch sehr klein und kamen nicht so schnell voran. Eines fiel von der Gruppe sogar etwas ab. Der Fuchs war schon gefährlich nah. Die Mutter schwamm zurück und verstellte sich so, als ob sie verletzt wäre!
    Sie zappelte im Wasser herum, als könne sie nicht weiter schwimmen und trieb mit ihrer Stimme die Jungen weiter zur Flucht an. Sie wollte den Fuchs, der sich natürlich vorzugsweise auf ein verletztes Tier stürzen würde, von ihren Jungen ablenken, was auch gelang.

    Als er schon sehr nah war, setzet sie plötzlich herum, um flüchtete. Glücklicherweise war der Fuchs anscheinend so verdutzt, dass sie entkommen konnte. Weder ihr , noch einem der Jungen war etwas geschehen!

    Hätten Sie einer Ente so viel Herz, Schlauheit und Courage zugetraut?

    Vielleicht hilft es gegen Entenbratenappetit. 

    Sie könnten sich statt dessen z. B. mit einem köstlichen Weihnachtsbraten a la „Gnade“, siehe Rezepte. Belohnen Sie sich dafür anschließend doch nach selbst erdachtem Rezept mit einem köstlichen Obstsalat!

    Kommt Heiligabend ohne Kartoffelsalat und Würstchen aus?

    Auch für die Fans des obligatorischen Gerichts aus Kartoffelsalat und Würstchen zu Weihnachten gibt es schlechte Nachrichten. US-Wissenschaftler und Statistiker fanden heraus, dass Würstchen aus rotem Fleisch (also Schwein und Rind) das Diabetes-II-Risiko um 50% (!) erhöhen. (Quelle: Apothekenmagazin »Diabetes Ratgeber«). Für die meisten Würstchen, auch jene, die wir am Heiligabend als typisches Gericht genießen, wird dieses rote Fleisch verwendet. Fast alle Rezepte für Wurst verwenden es als Zutat in eben solchen Mengen. Enthält unsere übliche Ernährung nur 50 g davon täglich, z.B. als Bestandteil eines Gerichtes, können dieses erhebliche Risiko erzeugen.

    Eine gute Alternative sind Gerichte mit Geflügelwürstchen. Doch oft enthalten sie wiederum Speck, was dem Verbraucher meist nur auffällt, wenn er sich vor dem Genuss mit dem Kleingedruckten auf der Verpackung beschäftigt.

    Der »Spirit« des Weihnachtsfestes

    Neben reinen Geflügelwürstchen gibt es zahlreiche gesunde Rezepte, auch für weihnachtliche Gerichte, bei denen mit geräuchertem Lachs aus nachhaltiger Fischzucht als gesunde und wohlschmeckende Zutat gekocht wird. Auch vegetarische Würstchen schmälern eine festliche Ernährung keinesfalls. Gefüllte und/oder überbackene Champignons oder Tomaten werden Sie ebenso genießen. Gerichte, aus solch ausgewogenen vegetarischen Rezepten zubereitet, stehen mit ihren Düften den Würstchentellern an Weihnachten in keiner Weise nach.

    Bleibt dann noch der Zuspruch zu den Spirituosen maßvoll oder verzichten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe ganz darauf, steht einem Weihnachtsfest ohne negative Folgen, das Sie unbeschwert genießen können, nichts mehr im Wege.

    Gedenken Sie doch stattdessen dem ursprünglichen Sinn von Weihnachten als Fest des »Spirits« und der (Nächsten)Liebe!

    Bildnachweis: Bild 1 © by Ariwasabi / Fotolia.com 
    Bild 2 © by MarcoBagnoli Elflaco / Fotolia.com