Ursachensuche bei Übergewicht

    Ursachenforschung-bei-Uebergewicht-A20433989 Teil 1 der Artikelserie finden Sie hier >>

    Manche Therapeuten sehen Übergewicht als Form der Selbstzerstörung. Schauen Sie einmal in Ihrem Inneren nach, wo sich evtl. Schuldgefühle, Selbstzweifel, Minderwertigkeitskomplexe und Ähnliches festgesetzt haben. Es kann auch sein, dass Ihr Übergewicht eine Form der Aussage: Ich bin da und unübersehbar/fahrbar. darstellt. Vielleicht waren Sie ein nicht geplantes Kind oder mussten hinter Geschwistern zurückstehen. Alles kann sich Ihnen unbewusst zu einem „dicken Fell“ gesammelt haben.

    Das „dicke Fell“ brauchten Sie vielleicht. So wie Fettansammlung und Speicherung ja, evolutionär gesehen, eine normale Überlebensstrategie war. In dem Moment wo Sie Ursachen bewusst analysieren und ihnen auf den Grund kommen, lösen sie sich meist schon auf. Hilfreich ist auch hier das „Nieder“schreiben. Sollten Sie das Gefühl haben, allein nicht zurecht zu kommen, suchen eine/n gute/n Therapeutin/en auf.

    Ein anderer wichtiger Aspekt ist der Stress. Wissenschaftler fanden heraus, dass der Fettstoffwechsel unter Stress verändert wird, es erhöhen sich die Blutfettwerte (Serum-Triglyceride). Außerdem erhöht sich die Zusammenballung der Blutplättchen. Wenn dann keine Abreaktion erfolgt, entstehen z. Bsp. Thrombosen u. a. bekannte Folgeerscheinungen. Wirken Sie also unbedingt Stress entgegen. Dazu eignet sich ebenfalls eine richtige mentale Konditionierung und Autogenes Training. Denn abgesehen von dem negativen Einfluss auf den Körper, essen Viele auch mehr unter Stress als Abreaktion.

    Natürlich ist diese Art der Abreaktion die denkbar ungeeignetste, besonders wenn Sie abnehmen möchten. Suchen Sie also auch hier geeignetere Alternativen. Am günstigsten wäre natürlich eine sportliche Aktivität. Befreien Sie sich von dem Kreislauf: Stress- Essen- Zunehmen- Stress…, unterbrechen Sie ihn.

    Analysieren und dokumentieren des Essverhaltens bei Übergewicht

    Dazu ist es wichtig, das eigene Essverhalten zu beobachten und zu dokumentieren. Viele haben ganz andere Vorstellungen von ihrem eigenen Essverhalten und sind bei einer konkreten Analyse sehr erstaunt darüber. Das Einfachste und Effektivste ist, in einem Tagebuch alles aufzuschreiben, was gegessen wird. Lassen Sie dabei nichts aus, auch ein Bonbon nicht. Bei schreibunwilligen Jugendlichen hilft ein Fotohandy, dass alles speichert. Hier haben Sie Anhaltspunkte und wissen was Sie in Zukunft weglassen und durch Gesünderes wie Gemüse und Obst ersetzen sollten.

    Es zeigt sich auch, auf welche Nahrungsmittel Sie „spezialisiert“ sind. Haben Sie auf etwas immer besonderen Heißhunger? Was löst bei Ihnen eine mengenmäßig große Essattacke aus? Was essen Sie am liebsten? Das sind die Dinge an denen Sie arbeiten können. Bei einigen Menschen rufen Nahrungsmittel, die sie eigentlich nicht vertragen, suchtähnlichen Heißhunger aus. Dieses Phänomen wird maskierte Allergie genannt. Beim Weglassen der unverträglichen Nahrungsmittel kann zunächst einmal die so genannte Abstinenzallergie auftreten, bei der es den Betroffenen erst mal schlechter geht.

    Dann tritt aber eine deutliche Besserung des allgemeinen Gesundheitszustands ein. Hier zu Lande handelt es sich bei den Unverträglichkeiten meist um glutenhaltige Mehle und Milchprodukte, in Amerika auch oft um Mais, da diese Nahrungsmittel in der Milchersatznahrung für Babys enthalten sind.

    Forschen nach Lebensmittel-Unverträglichkeiten bei Übergewicht

    Limitieren Sie die für Sie gefährlich leckeren Genussmittel/Lebensmittel wie z. B. Süßigkeiten einschließlich Kuchen, Müsliriegel, anfangs auch Kompotte mit Zucker, fette Fleischspeisen einschließlich fettiger Wurst, Ketchup, Mayonnaise und Co. auf ein Mindestmaß. Das heißt, wenn Sie sie weglassen für die ersten 2 Wochen wäre das am besten, doch wenn Sie gar nicht damit zurechtkommen, sollten Sie sie wirklich nur einmal die Woche in geringer Menge zu sich nehmen.

    Sollten es Lebensmittel wie Brot und andere Mehlprodukte sein, müssen Sie diese auch reduzieren und gegen andere Grundnahrungsmittel eintauschen. Wenn Sie ahnen, dass Sie sie nicht vertragen, lassen Sie sie einfach weg, auch wenn’s schwer fällt. Das ist der einfachste und effektivste Weg dies herauszufinden. Natürlich gibt es auch Tests dafür. Diese sind jedoch unzuverlässig oder ziemlich teuer.

    So könnten Sie z. B. statt der Schnitten zum Abendbrot eine Kartoffelsuppe oder andere Kartoffelgerichte oder Gemüseeintopf oder Reispfanne oder einen guten Salat oder eine Fischmahlzeit ect. ect. essen. Es gibt viele delikate und gesunde Rezepte, die wesentlich weniger Kalorien haben als das übliche Abendbrot. Als Frühstück bieten sich viele Obst- und Gemüsesorten an und evtl. Reiswaffeln.

    Informationen über Lebensmittel einholen

    Informieren Sie sich eingehend über Inhaltsstoffe der einzelnen Nahrungsmittel und sorgen Sie für ein ausgewogenes Verhältnis von Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweißen sowie Ballaststoffen. Wenn Sie z. B. Milch weglassen, führen Sie sich Kalzium bitte unbedingt mit Mineralwasser, Sesam, Ölsardinen, Mandeln, Haselnüssen, Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Sojamilch sogar wesentlich effektiver zu. Außerdem gibt es laktosefreien Käse u. a. in vielen Kaufhallen. Vitamin D fördert die Kalziumaufnahme und wird vom Körper unter Einwirkung von Sonnenlicht selbst erzeugt.

    Dazu reicht aber schon Spazierengehen, es muss und sollte kein Grillmarathon sein. Nach neuesten wissenschaftlichen Studien soll Kalzium gegen Darmpolypen wirken. Sollte es das Gluten sein, das in Weizen-, Roggen-, Dinkelmehl, Hafer, Hefe, Geschmacksverstärkern und Malz vorkommt, können Sie es mit Reis-, Mais- und Buchweizenmehl ersetzen. Diese Unverträglichkeiten sind in der Tendenz steigend.

    Die Symptome sind sehr verschieden. Manche haben Verstopfung, manche Durchfall, manche Fettstühle, viele haben Blähungen bis hin zu Krämpfen und Entzündungen bzw. nervösen Magen-Darmbeschwerden, manche ständig Hunger, andere gar kein Hungergefühl. Kinder haben Wachstumsstörungen, manche unregelmäßiges Wachstum des Brustkorbes (leichte Verformungen, Unsymmetrien).

    Neu gewonnene Erkenntnisse umsetzen

    Sollte es auf Sie zutreffen kann es nicht schaden, einige Zeit diese Nahrungsmittel zu meiden. Um ein deutliches Ergebnis zu spüren sollte es mindestens ein Monat sein. Dadurch fallen sowieso viele dick machende Dinge weg. Bei den meisten Menschen wird nach der überstandenen Erstverschlimmerung auch psychisch und mental vieles wesentlich besser. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die Wechselwirkungen von Laktoseintoleranz und ADHS bzw. Konzentrations- und Lernstörungen sowie Verhaltensauffälligkeiten belegen.

    Dann können Sie in Ruhe an die Therapie dieser Unverträglichkeiten oder Allergien herangehen. Wichtig ist immer, dass Sie in sich hineinhören und sensibel werden für das was Ihr Körper braucht oder nicht haben sollte. Das gilt natürlich auch für die Genuss- und Lebensmittel, die Sie zu sehr locken auch wenn Sie keine Unverträglichkeiten oder Allergien haben. Alternativen finden.

    Alternativen finden und akzeptieren

    Überlegen Sie sich genau welche Alternative Sie z. B. zu Schokolade oder Kuchen oder Schweinshaxe oder Bier oder der täglichen fetten Wurst auf dem Frühstücksbrötchen finden und akzeptieren können. Behalten Sie dabei immer Ihr Ziel vor Augen. Sie könnten z. Bsp. Weintrauben oder Äpfel oder anderes leckeres Obst oder auch mal ein paar Mandeln sowie Nüsse statt der Schokolade naschen. Sie könnten die Schweinshaxe durch ein delikates Putensteak ersetzen, das Sauerkraut (ohne Speck!) darf gern dabei bleiben. Statt Bier erfrischt eine Apfelschorle wesentlich besser.

    Heißhunger auf Zucker

    Übrigens kann eine Pilzbesiedelung auch Heißhunger auf Zucker und stärkehaltige Nahrungsmittel auslösen. Die Pilze sind nämlich clever, sie ernähren sich hauptsächlich davon und treiben Sie dann dazu, möglichst viel Nahrung zu beschaffen. Da dies Ihnen aber sogar sehr schaden kann, wenn die Besiedelung nämlich die inneren Organe okkupiert, sollten Sie den Nachschub stoppen. Damit werden die Pilze regelrecht verhungern und sterben ab.

    Bildnachweis: © panthermedia.net - pogonici
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