Insektengiftallergie

    Insektengiftallergie-31502774Das warme Wetter des Frühjahrs und des Sommers lockt die Menschen auf die Wiesen, in die Wälder oder in den eigenen Garten. Doch bei aller Idylle lauern hier für bestimmte Personengruppen auch Gefahren. Mag der bloße Stich einer Biene, Wespe oder Hornisse bereits unangenehm sein, so kann sich daraus sogar eine akute Bedrohung für die Gesundheit entwickeln bei Menschen, die gegen solche Insektengifte allergisch sind.
    Bei ihnen reagiert der Körper mit Schmerzen oder Lähmungen der betroffenen Gliedmaßen. Ebenso kann es aber auch zu Fieberattacken, einer aussetzenden Atmung oder einem Versagen der inneren Organe kommen. Schnelle Hilfe ist daher unabdingbar, um Schlimmeres zu vermeiden.

    Allgemeine Informationen zu den Insektengiften

    Wespen, Hummeln oder Bienen können manchen Personen bereits mit ihrer bloßen Anwesenheit die Laune trüben. Doch auch Ameisen sind in der Lage, sich mit kleinen Beißwerkzeugen oder Stacheln zu wehren und dabei ein Gift in den Körper des Menschen zu leiten. In der Regel handelt es sich dabei um chemische Zusammensetzungen, die in die Muskeln oder die Blutbahnen injiziert werden und die an sich nicht gefährlich sind.
    Erst durch die Unverträglichkeit ihnen gegenüber kann es zu Rötungen und Juckreiz kommen. Im zweiten Stadium wären Beschwerden der Atmung und des Herz-Kreislauf-Systems zu erwarten. Anschließend würde ein Schock oder der Ausfall des Bewusstseins einsetzen. Unter ungünstigen Umständen kann eine Insektengiftallergie in Einzelfällen bis zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

    Akute Gegenmaßnahmen – chronische Hilfe

    Wer von einem Insektenstich betroffen ist und unter einer entsprechenden Allergie leidet, sollte zunächst ein Antihistaminikum einsetzen. Meist ist dieses in Tablettenform ohnehin gegen den Heuschnupfen im Haushalt vorrätig. Allerdings muss je nach Schweregrad der Symptome stets ein Arzt verständigt werden. Langfristig dagegen ist es ratsam, sich vor dem Gang in den Garten, den Wald oder auf die Wiesen entsprechend vorzubereiten. Medikamente, die die Wirksamkeit des Insektengifts mildern oder gänzlich ausschalten, können rezeptpflichtig nach einer Beratung durch den Allergologen verschrieben werden. Diese bauen über mehrere Wochen oder sogar Monate hinweg im Organismus eine hohe Zahl an Antikörpern auf.

    Wirksamkeit und Nebenwirkungen der Heilmittel

    Gerade in der warmen Jahreszeit ist es für den Insektenallergiker lebenswichtig, sich mit den individuell geeigneten Vorbeugemaßnahmen gegen die Stiche der Bienen oder Wespen zu schützen. Aber diese Präparate, zu denen hauptsächlich die Histamin-Rezeptorenblocker sowie das gering konzentrierte Adrenalin gehören, sind ihrerseits nicht ganz bedenkenlos einsetzbar, führen sie doch zur Müdigkeit, einem Verlust der Konzentration sowie einem reduzierten Antrieb.

    Wichtig ist es somit, die ärztlich verordnete Dosis nicht zu überschreiten. Gleiches gilt für akute Maßnahmen, die nach einem Stich oder einem Biss eingeleitet werden müssen. Hier können die ersten Symptome gerade durch eine falsche Verabreichung der Arznei gefördert werden, statt eine erste Linderung zu ermöglichen.

    Unterschiedliche Optionen der Therapie

    Insektenallergiker können sich in der Regel auch zwischen ganzheitlichen und alternativmedizinischen Heilverfahren entscheiden. Diese Wege können aber nur dann erfolgreich beschritten werden, wenn die gewünschte Therapie konsequent durchgeführt wird. So gehört die Annäherung des Körpers an verschiedene Gifte in der Regel zu den grundlegenden Bausteinen einer solchen Behandlung. Ebenso werden langfristig diverse Heilmittel getestet, um den Organismus gegen die Gifte zu stärken.
    Unabhängig von der gewählten Therapie sollten Betroffene darüber hinaus immer einen Allergiepass mit sich führen, in dem die Art seiner Erkrankung ebenso wie bereits erprobte Heilmethoden genannt werden. Im akuten Ernstfall kann der Notarzt auf dieser Basis eine schnelle Hilfe gewährleisten.